|
redaktionelle Anmerkung zum Thema Alternative Energie und Energiesparen
:
Die Nutzung
solarer Energiequellen ist nicht nur aus finanzieller Sicht zukunftsweisend.
Bezüglich vermeidbarer Umweltbelastungen
ist die Reduktion oder gar die Vermeidung verzichtbarer Energieumsätze
jedoch erheblich wichtiger.
Hierzu kann Car-Sharing einen sinnvollen Beitrag leisten.
Leicht nachvollziehbar ist in diesem Zusammenhang die mögliche
Reduktion des Treibstoffverbrauchs, alleine schon aufgrund der
Tatsache, dass Car-Sharing-Fahrzeuge meist klein, schwach motorisiert
und nur selten mit einer gewichtstreibenden Comfortausstattung
versehen sind.
Wem's also gefällt, der kann gewissenberuhigend diese Alternative
bevorzugen.
Ein Car-Sharing-Fahrzeug kann je nach Einsatzgebiet 4 bis 10
Privatautos ersetzen, was insbesondere im Bereich der Produktion
zu Energieeinsparungen führt.
Hinzu kommt, dass erfahrungsgemäss die Nutzungsgewohnheiten
von Car-Sharing-Teilnehmern sich sehr rasch verändern.
Autos werden seltener benutzt, Fahrstrecken werden ökonomischer
geplant, Fahrten auf das mögliche Minimum reduziert.
Bei den angebotenen Fahrzeugflotten ist der weitgehende freiwillige
Verzicht auf "Vergnügungsfahrten" nachvollziehbar.
Bei der Aufstellung einer Car-Sharing-Flotte steht nun mal Ökonomie
vor Comfort und Luxus.
Da aber nun mal das grösste Energiesparpotential bei der
Produktion, respective Nichtproduktion von Neufahrzeugen liegt,
sollte ein gerne unerwähnter Aspekt nicht ausseracht gelassen
werden:
Es gibt noch sehr viele, teils auch recht grossvolumige Altfahrzeuge,
die zweifellos nach heutiger Betrachtung als "Spritfresser" diffamiert
werden können. Eine erhebliche Zahl dieser PKW werden jedoch
nur selten noch bewegt. Bei den üblicherweise geringen Kilometerleistungen
dieser "veralteten" S-Klassen, 7-ern, dem einen oder
anderen "Ami-Schlitten" oder sonstiger dicker Exoten,
ist der sanktionsgestützte staatliche Zwang zu einem neuzeitlichen
Ersatzfahrzeug äusserst fragwürdig.
Stehen doch dem hohen Energieaufwand für die Produktion
eines Neufahrzeugs nur sehr geringe Einsparungen an verbrauchtem
Treibstoff gegenüber.
Die Entwickung der Strafsteuersätze für sogenannte
Spritfresser ist in mancherlei Hinsicht bedenklich. Führt
das doch oftmals zum Export dieser Fahrzeuge in Entwicklungs-
und Schwellenländer, die sich bekanntermassen auf der selben
Weltkugel befinden. Dort fahren die dann aber auch nicht mit
Wasserstoff....
Gleichzeitig wird vom Verkäufer ein Neufahrzeug angeschafft,
welches seinen grössten Energieaufwand bereits bei der Produktion
verursacht hat. Oft erreichen diese Fahrzeuge derart geringe
Fahrstrecken, dass sie nach vielen Jahren geringster Nutzung
den Verrottungstod sterben. So entstehen viele zu gering genutzte
Hightec-Rouinen, deren Produktions- und Entsorgungsaufwand in
keinem Verhältnis zur Treibstoffersparnis liegt.
Der grosse Altwagen hätte da auch noch viele Jahre halten
können.
Wer kein Geld für ein moderneres Auto hat, der wird auch
nicht Tausende von Sprit-Litern kaufen können, mit denen
er die Umwelt über Gebühr belastet.
Ältere Fahrzeuge werden recht häufig von älteren Menschen
gefahren, deren Mobilitätsanspruch ohnehin schon auf einen
Bruchteil gemindert ist.
Wo soll also der Nutzen liegen, wenn wir durch drastische Besteuerung
von alten Fahrzeugen diese gewaltsam in den Export treiben ?
Ist es wirklich nur das Stillen des hohen Finanzbedarfs der öffentlichen
Umverteiler, oder will man dem Volke beweisen, wie weit man als
Mächtiger gehen kann.
Dass wir so manchen ökonomischen Unsinn im Namen der Ökologie
akzeptieren und diesen gar noch gut heissen, ist wohl eine Notwendigkeit
im Blick auf einen nachhaltigen Umgang mit Energie.
Die Tatsache, dass bei vordergründig ökologisch sinnvoll
erscheinenden Entscheidungen und Vorgaben Gegenabwägungen
ebenfalls ökologischen Bezugs ignoriert werden, legt die
Vermutung nahe, dass rein fiskale Interessen prioritär zugrundeliegen.
Damit kein Missverständnis entsteht...
Neue Technologien - klar !
Alternativen zugunsten des Klimaschutzes - lieber heute als morgen
!
...aber bitte nicht nach dem Prinzip "ab heute wird gespart,
koste was es wolle"
|
|