Chronologie und Tips zur Verlegung eines Schieferbodens am
Beispiel
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Herkunft
: Brasilien
Bezugsquelle kann per Mail bei der Redaktion gerne erfragt werden
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Material:
ca. 10 mm
/ 30x60 cm
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Der Boden sollte gekehrt sein, es kann
ein Fliesenkleber verwendet werden, "Flexkleber" wäre gut.
Die Bindung zur Platte ist ausreichend. Die Verarbeitung
ist vergleichbar mit dem Verkleben von üblichen Fliesen.
Ein Voranstrich wurde nicht durchgeführt.
Sind kleinere Höhendifferenzen akzeptabel, genügt der Kleberauftrag
mit 10 mm Zahnspachtel.
Grundsätzlich hat sich gezeigt, dass eine Vorsortierung nach
Materialstärke sorgfältig erfolgen sollte. Auch erleichtert
eine Vorauswahl der Struktur das anschliessende Verlegen.
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kleinere Höhendifferenzen zwischen den
Platten lassen sich recht einfach ausgleichen indem man die
zu tief liegende Platte nochmals anhebt und an geeigneter
Stelle zusaetzlichen Kleber mit einer Kelle setzt, anschliessend
die Platte bis zum gewünschten Niveau anpresst. |
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Den Kleber keinesfalls zu dünn ansetzen,
er sollte gut stehenbleiben !
Hier wurden handelsübliche Fliesenkreuze mit 4 mm verwendet
- breitere Fugen erleichtern den Ausgleich von Höhendifferenzen.
Je genauer und differenzierter die Vorsortierung, um so kleiner
können die Fugen gewählt werden. Für die Sortierung sollte
man sich Zeit nehmen !
Manchmal finden sich dabei auch eventuell wahre "Schnäppchen"
in Form von aussergewöhnlichen Farbabweichungen oder gar
Pyrit-Einschlüsse.
So wird sicherlich auch die eine oder andere Bodenplatte
den Weg zum Wandschmuck finden.
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Da es sich um ein Naturmaterial handelt,
kann diese Sortierarbeit aber auch Spass machen, weil jede
einzelne Platte ein Unikat ist. Interesse an ausgeprägten
Oberflächenstrukturen und an der Differenziertheit in der
optischen Erscheinung des Materials ist ja ohnehin ein Hauptkriterium
für die Entscheidung zu diesem exclusiven Material.
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Eine "normale" Bodenfliese ist relativ
schnell begehbar, hier sollte man sich beim Naturschiefer
unbedingt länger Zeit lassen. Im Gegensatz zur wasseraufnehmenden
Fliese gibt der Kleber seine Feuchtigkeit fast nur an den
Estrich ab. Die Binde- und Härtezeiten sind bei der Verlegung
von Schiefer also wesentlich länger. In diesem Beispiel wurde
ca. eine Woche gewartet.
Dann erfolgte die Reinigung mit einem feuchten Tuch, Kleberreste
oder Kleberflecke waren gleich bei der Verlegung abgewischt
worden ( so lange sie noch frisch waren ) - dann nochmals
trocken nachgerieben.
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Es bleibt ein leichter hellgrauer Schleier
und Putzstreifen. Nun wurde dünn Leinöl aufgebracht - so
dass das Öl nicht in die noch offenen Fugen läuft. Beim späteren
Verfugen kann diese Massnahme das Reinigen der Oberfläche
erleichtern, da die Fugenmasse nicht so stark mit der Plattenoberfläche
bindet. Die Fuge muss aber ölfrei bleiben.
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Hier ist erkennbar, dass der Bodenbelag
am rechten Bildrand noch keinen Ölauftrag hat - auf der linken
Seite ist bereits versiegelt.
Schon jetzt zeigt sich die individuelle Erscheinung des Belages.
Nun sollte der Schieferboden einige Tage ruhen koennen bis
das Leinöl abgerieben werden kann. Sollte man den Boden dennoch
betreten müssen, bleiben zunächst helle Zementabdrücke, die
sich aber problemlos wieder entfernen lassen. Bereits jetzt
hat der Naturschiefer einen erstaunlich guten Schutz gegen
Verunreinigungen.
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Zusammenfassung
der Daten des ersten Arbeitsabschnittes :
Gründe für die Entscheidung zum Naturschiefer als Bodenbelag
Mengenbestimmung, Materialbedarf
Bezugsquelle, Bestellung
Werkzeuge, Arbeitsvorbereitung
Empfehlungen
aus der Praxis
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Auswahl des Materials für den Bodenbelag
- die Entscheidung für Naturschiefer fiel aus folgenden
Gründen :
Exclusivität in Erscheinung und Haptik
Raumakustik - durch die strukturierte Oberfläche von Naturschiefer
ergibt sich eine gute Schallbrechung unter weitgehendem
Verzicht auf Textilbeläge
Absolute Massgenauigkeit der Bodenplatten bezüglich Länge
und Breite, die 4 mm Fuge konnte im gesamten Raum ohne
Differenzen durchgelegt werden
Extrem lange Haltbarkeit
Oberflächenbeschädigungen führen im Gegensatz zur Fliese
zu keinen Qualitätseinbussen, da beschädigte Stellen mit
etwas Leinöl sofort ausgebessert werden können, die natürliche
Oberfläche bleibt erhalten
Im Bürobereich bietet sich die dunkle Bodenfarbe an, da
das Raumlicht von Decke und Wand reflektiert und so ein
ermüdungsfreieres Arbeiten fördert. Lichtkontraste sind
dabei wichtig, und gut reflektierende weisse Decken und
Wände öffnen das Raumgefühl nach oben.
Aus baulichen Gründen ist die Deckenhöhe unter 2 m 40
optisch wirkt der Raum jedoch höher
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- Ermittlung des Materialbedarfs
- da sich Naturschieferplatten sehr gut mit einem handelsüblichen
Nass-Schneider bearbeiten lassen, ist mit nicht verwertbarem
Abfall kaum zu rechnen, es kann also relativ knapp kalkuliert
werden. Auch mit Bruch ist kaum zu rechnen.
Hier wurden ca. 250 qm veranschlagt, das sind um die 1.400
Platten
Die Anlieferung erfolgte durch Spedition mit LKW
Lieferpaletten zu jeweils ca. 1.6 to
Ausnahmslos alle gelieferten Platten waren werwendbar ohne
jeglichen Ausschuss, es gab keine Beschädigungen und keinen
Bruch !
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Da Naturschiefer nicht in jedem Baumarkt
um die Ecke zu beziehen ist, fiel die Wahl auf einen Lieferanten
im Hunsrück.
Hier ist traditionell mit hohem Sachverstand zu rechnen,
da der Hunsrück eine der wichtigsten Schieferregionen ist.
Naturschiefer stammt zwar nur noch selten aus dieser Region,
die Qualität des fast nur noch importierten Materials sollte
aber von Fachleuten beurteilt werden. Wie gut die Ware tatsächlich
ist, zeigt sich erst, wenn sie geliefert ist - die Auswahl
ist also auch zu grossem Teil Vertrauenssache.
( auf Anfrage bei der Redaktion ist ein persönliches Gespräch
mit dem Verfasser des Artikels gerne möglich )
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Wenn Naturschiefer angeliefert wurde, sollte er möglichst
bald den Weg ins Haus finden. Dies hängt mit der Natur
des Menschen
zusammen. Allzu schnell entstehen Differenzen zwischen der
kalkulierten Bedarfsmenge und dem noch vorhandenen Material.
Bereits in der Palettenbox ist die Besonderheit von Naturschieferboden
erkennbar. Da jede einzelne Platte ein unverwechselbares
Unikat ist, kann
dies die Sammlerleidenschaft des Menschen wecken.
Die Hochwertigkeit von Naturschiefer ist auch für den Laien
gut erkennbar - ....also "ab ins Haus" damit !
Bereits
jetzt kann man eine grobe Vorsortierung treffen
dünn, mittel, dick / glatt, stark strukturiert, Sonderstücke
- das erleichtert die anschliessende Verarbeitung -
Mit
einer Dichte von 2.8 ist Schiefer ein schweres Material,
es ist daher zu beachten, im Haus die gelagerten Platten
möglichst an die Tragwände zu stellen und in verschiedene
Pakete aufzuteilen - das sind keine Bodenfliesen...
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Bereitliegen sollte :
Eimer für Kleber, Rührer
grosse und kleine Kelle
Zahnspachtel 10 mm
feuchter Schwamm
Nass-Schneider ( ab 30 Euro )
- der
Rührvorsatz für Bohrmaschine war ausreichend, ab
5 Euro
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Flexkleber war gut, 20 kg 20 Euro
- Schwamm für Kleberreste auf der Oberfläche, das erleichtert
die Nacharbeiten
- Als hilfreich erwies sich eine Laser-Wasserwaage, die aber
nur die Massgenauigkeit bestätigen konnte - eine einfache Richtschnur
tut's auch
- Knieschoner
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Je nach späterer
Anforderung an den Belag sind einige Dinge noch zu beachten
:
Kleberauftrag mit Zahnung ist nur zu empfehlen, wenn später
kleinere Höhendifferenzen zwischen den Platten ( Millimeterbereich
) nicht stören - ansonsten sollte mit grösseren Klebepunkten
verlegt werden.
Bürostühle sollten Gummirollen für harte Böden haben ( ein
Set mit 5 Stück ab 10 Euro )
Im Bad oder anderen Barfussbereichen lassen sich sortierte
besonders glatte Platten verwenden,
für's Treppenhaus die etwas stärkere Oberflächenstruktur
und für den Balkon die "groberen" Platten
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