Die im Saar-Nahe-Bergland auftretenden
Sandsteine wurden wegen ihrer ansprechenden Färbung und der
guten Verarbeitbarkeit früher an vielen Stellen als Naturwerkstoff
abgebaut. Sie wurden verwendet als Mauersteine im Hausbau,
sowie als Treppenstufen oder für Stenmetzarbeiten. Dieser
Naturstein wurde im Laufe der Zeit überwiegend von Beton
und Bims abgelöst, sodass vielerorts der Abbau des Sandsteins
eingestellt werden musste. Aus den alten Steinbrüchen bezieht
man heute fast nur noch Material für die Restaurierung historischer
Bauten. |
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Kalkstein im Rheinischen Schiefergebirge
sind, wie viele andere dort auftretenden Gesteinsarten, Ablagerungen
aus dem Devonzeitlichen Meer. Regional wichtige Vorkommen
befinden sich in den Bereichen Stromberg und Lahnkreis sowie
im Ahrtal.
Im Mitteldevon, vor ca. 370 Millionen Jahren, siedelten sich
dort auf unterseeischen Schwellen Korallen und andere kalkschalige
Organismen an. Diese entzogen dem Wasser das gelöste Kalziumkarbonat
zum Aufbau ihrer Kalkskelette.
Es bildeten sich grosse Riffkomplexe. Überreste von diesen
einstigen Riffbewohnern finden sich heute in den Gesteinen
und sind teils sehr gut erhalten.
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Der zu Brandkalk und Rohsteinkörnungen
verarbeitete Kalkstein findet Verwendung bei der Zementproduktion
sowie in der Chemischen Industrie. Ebenso dient er als Rohstoff
im Baugewerbe und in der Eisen- und Stahlindustrie. Die im
Lahngebiet gewonnenen Kalksteine waren schon immer ein willkommener
Rohstoff des steinverarbeitenden Gewerbes, als "Lahnmarmor"
wurde diese interessant strukturierte Gestein bekannt. Es
handelt sich hierbei aber nicht um Marmor, sondern vielmehr
um einen schwach metamorphen Kalkstein. |