Informationen Dacia Logan MCV 1.5 Diesel Prestige
:
Dacia Logan
|
Der
Dacia MCV dient als Redaktionsfahrzeug
der Reiseredaktion
Camping Caravan Touristik |
|
|
|
Chronologisches |
|
Die ersten Tausend Kilometer :
Probleme ? keine !
Auffälligkeiten :
Der angezeigte Durchschnittsverbrauch
laut Bordrechner reduziert sich kontinuierlich und bewegt sich
in Richtung der 5-Liter-Marke.
Die sogenannte Einparkhilfe erweist sich als Unnötigkeit, deren
sinnloses und unmotiviertes Gepiepse sehr nervt.
|
Vielleicht liegt es an der Anhängerkupplung,
die als vermeintliches Hindernis interpretiert wird, vielleicht
ist die Sensorik bzw. das Ansprechverhalten dieser Einparkhilfe
nur falsch abgestimmt. Jedenfalls ist dieses Extra für die
Tonne und sollte nicht bestellt werden.
|
Inzwischen hat der MCV Winterreifen bekommen
und beweist seine Wintertauglichkeit. Er neigt zum Untersteuern,
was ihn aber leicht berechenbar macht. Selbst bei Lastwechsel
und unterschiedlichen Beladungszuständen macht das Heck nicht
die geringsten Überholversuche. |
|
|
|
Die zweiten Tausend Kilometer :
Immer noch kein Problem...
Die erste Langstrecke ist mit 1100 km absolviert, auf der Autobahn
zeigt sich die Windschlüpfrigkeit einer Schrankwand und wirkt sich
spürbar auf den Spritverbrauch aus. Bei überwiegend Tempo 130 tendiert
der Konsum deutlich in Richtung der 7-Liter-Marke. Da auf Französischen
Autobahnen die Einhaltung jeglicher Tempolimits angeraten ist,
bleibt es letztlich bei etwa 7 Litern Diesel.
|
|
Wo das Verbrauchslimit liegen wird, wenn auch mal schneller gefahren wird, sei
der Spekulation überlassen. Da der Geräuschpegel sich ohnehin
jenseits der 130 exponential zu steigern droht, wird's wohl auch niemand
freiwillig über längere Strecken hinweg ausprobieren wollen.
Fahrkomfort ok, Sitze überraschend bandscheibenfreundlich, entgegen aller
Vorurteile, auch die allgemeine Verarbeitung zeigt sich robust und klapperfrei.
|
|
|
|
Die dritten / vierten / fünften Tausend Kilometer
:
Es klappert nichts, die letzte Tankfüllung diente reinen Überlandfahrten
auf Kreisstrassen, durch Dörfer und ab und zu ein wenig Stadtverkehr.
Der MCV quittierte das mit einem Verbrauch unter 5 Litern, trotz
Kurzstrecken und verschneiter Strassen.
Technische Vorkommnisse ? Nichts !
Bisher erweist sich alles als solide, korrekt verarbeitet und grossenteils durchdacht
und ausgereift.
Wenn das so weitergeht, wird es ein sehr langweiliger "Test".
...wir werden weiter berichten...
|
...Mit
Blick auf das bald kommende Frühjahr ist nun auch die
Elektrik der Anhängerkupplung in der Gegenwart angekommen.
Die 13-polige Steckdose konnte zwar ab Händler bestellt
werden, was aber nicht bedeuten sollte, dass auch die dazugehörige
Elektrik funktioniert.
Also wurde mit einem Original-Kabelsatz nachgerüstet, was man sich aber
zuvor gründlich überlegen sollte.
Mehr als ein bescheidenes einzelnes Käbelchen mit 2.5mm² und einer
geradezu amüsant anmutenden 15 Ampère-Sicherung ist
nicht zu entdecken.
Das Ganze nennt sich nun Dauerplus, von Zündungsplus, Ladeplus
oder sonst etwas Brauchbarem leider keine Spur.
|
Dafür
wurde beim Einbau die seitliche Teppichverkleidung zerknautscht
und zeigt jetzt ein individuell kreatives Faltenbild. Franzosen
sind halt Künstler.
Auf derlei gestalterische Eigenarten waren wir aber gefasst,
es ist nicht das erste Fahrzeug, welches die Werkstatt mit
nicht geplanten Veränderungen verlässt.
Werkstätten in Deutschland mögen wohl präziser arbeiten,
dennoch ist zu raten, vorher genau abzuklären, was "Kabelsatz"
im einzelnen bedeutet.
Ansonsten ist es besser, selbst die Kabel zu verlegen - mit
tauglichem Querschnitt und zweifach, damit auch ein Zündungsplus
für den Kühlschrank im Wohnwagen angeschlossen werden kann.
Ein 13-poliger Anschluss verliert seinen Reiz, wenn nur 7
Pole belegt werden.
|
|
6000 Kilometer ist er nun gelaufen, und der erst wenige Monate
alte MCV-Prestige schlägt sich wacker.
Die römische Provinz Dakien aus dem zweiten Jahrhundert stand ja
entfernt Pate bei der Namensgebung
"Dacia superior" und "Dacia inferior". Heute
ist dieser Dacia überwiegend im Raum der alten Provinz Gallia Narbonensis
unterwegs.
|
|
Gallia
Narbonensis war die Römische Provinz des heutigen Südfrankreich
vom heutigen Spanien bie zum heutigen Italien. Die Hauptstadt
war zu Beginn unserer Zeitrechnung Colonia Narbo Martius,
das heutige Narbonne. Das Gebiet umfasste Teile von Midi-Pyrénées,
das Languedoc-Roussillon, Provence-Alpes-Côte-d'Azur und
Rhône-Alpes. Die historischen Spuren des Reisegebietes treffen
somit auf die einst römischen Namensgeber von vor zwei Jahrtausenden. |
|
Die
meisten Touren der Reiseredaktion führen über kleine Landstrassen,
durch verwinkelte Gassen mittelalterlicher Dörfer und Städte,
aber auch über Holperpisten und unbefestigte Wege abseits
zivilisierter Touristenpfade.
Ein Dacia Duster würde hier sicher authentischer wirken als
ein MCV Prestige, aber den gab's zum Zeitpunkt der Bestellung
noch nicht.
Dennoch fühlt sich der Logan MCV auch in dieser Ausführung
hier sichtlich wohl.
|
...bei knapp 7000 km erstmals eigenartige Rasselgeräusche :-(
Wir müssen gestehen, dass und jedes ungewohnte Geräusch "komisch" vorkommt, geben auch zu, dass wir etwas verwöhnt sind, eventuell auch etwas übersensibel. Das könnte in der Tatsache begründet sein, dass zuvor die meisten Touren im CLS stattfanden, da darf man erwarten, dass nichts, aber auch gar nichts klappert.
|
Nun ist so ein Dacia natürlich kein Mercedes, dennoch sind Nebengeräusche unerwünscht. Vermutlich ist es im Mittelbereich der Auspuffanlage zu suchen. Beim Abstellen rappelt es kurz und unüberhörbar, bei niederer Drehzahl im Stand rasselt es leise aber vernehmbar.
|
Wir haben uns entschieden, das nicht so ernst zu nehmen und erinnerten uns an diverse Citroëns, die auch manchmal ein akustisches Eigenleben führten und dennoch stets zuverlässig blieben.
Bald steht die erste kleine Inspektion bei 10.000 km ins Haus. Bis dahin wird schon nichts verlorengehen... |

Pass in Südfrankreich - Pyrenäen
|

Pyrenäenstrasse im Departement Pyrenees-Orientales an der Grenze zu Spanien
|

Dacia-Logan MCV Diesel mit LMC-Wohnwagen in Südfrankreich
|
...( wenige Tage später )
die sogenannte kleine Inspektion bei 10.000 Kilometer bestand aus der Kontrolle von Ölstand, Wasser und Luftdruck.
Eigentlich ist dieser Werkstattbesuch also unnötig, weil man solche Dinge ohnehin regelmässig kontrolliert. Motoröl war trotz teilweise strammer Fahrweise seither nicht nachzufüllen. Selbst mehrere hundert Kilometer Vollgasfahrt führten seither nicht zu einem bemerkenswerten Ölverbrauch.
Das Rappeln Am Auspuff kommt von einem Abschirmblech aus Alu über dem Endschalldämpfer. Das lässt sich also irgendwann beheben. Eilig ist das sicher nicht.
|
Interessanter ist da schon, wie der Logan MCV sich auf seiner ersten richtigen Caravan-Tour geschlagen hat. Erstaunlich elsatisch zeigte sich der eigentlich doch eher bescheidene 1.5 Liter Diesel. Tempo 100 mit einem Wohnwagen von knapp 1300 kg ist kein Problem. Unbedingt sollte die Stützlast maximal genutzt werden. Bei falscher Beladung schaukelt sich das Gespann schnell auf und muss eiligst wieder eingebremst werden. Der Logan Kombi ist hinten sehr leicht, dazu noch der lange Radstand - das macht ihn empfindlich gegen Seitenwind und Spurrinnen. |
Mit ordentlicher Zuladung im Kofferraum, voller Stützlast und maximalem Reifendruck liegt das Gespann stabil. Ohne Anti-Schlinger-Kupplung sollte man es besser nicht probieren.
Der
Verbrauch bei Tempo 90 bis 100 liegt um die 9 Liter.
Schneller als 100 macht absolut keinen Spass und kostet Nerven.
Unter 100 geht es relativ entspannt voran. Temperaturprobleme scheint der Dacia nicht zu kennen, selbst Steigungsstrecken sind thermisch kein Problem. Nur akustisch werden lange Steigungen etwas aufdringlich.
|
|
Der
Dacia MCV als Redaktionsfahrzeug
der Reiseredaktion
Camping Caravan Touristik |
|
|
|