Haustiere

Gerne spricht man vom Haustier, auch wenn es sich im eigentlichen Sinne um Heimtiere handelt.

Gemeint sind die typischen Vertreter unserer meist vierbeinigen Freunde und Mitbewohner wie Hund, Katze, Maus und Co.

Auch verschiedene Vogelarten werden häufig als Haustiere bezeichnet, wenn Wellensittich und Kanarienvogel gemeint ist.

Zu den Haustieren zählen aber grundsätzlich auch Kuh und Hausschwein sowie das Huhn und die Ente. Letztere sind eindeutig eher Nutztiere, werden also üblicherweise nicht als Heimtier gehalten.

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Beobachtungen zum Thema
verwilderte Hauskatzen
Katzeninfos 1
Katzeninfos 2
Katzeninfos 3

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Das Alpaka oder auch Pako stammt aus den südamerikanischen Anden und ist eine Kamelart, die zunächst ihrer Wolle wegen gehalten wurde. Inzwischen leben immer mehr Alpakas in Europa, weniger wegen der qualitativ hochwertigen Wolle, sondern viel eher als Haus- und Nutztier.


Pakos sind sehr friedliche und meist ausgeglichene Begleiter für Trekkingtouren und Wanderungen. Touren mit Pakas werden vielerorts angeboten. Als Lastenträger sind sie nur sehr begrenzt einzusetzen, aber das würde man auch von einem Begleithund nicht erwarten. Einen mittelschweren Rucksack können sie dem Wanderer dennoch abnehmen. Alpakas sind Gruppentiere und sollten nie alleine gehalten werden. Die Tiere werden üblicherweise einmal jährlich geschoren. Die Wolle lässt sich zu hochwertigem Alpakagarn verarbeiten, aus dem sich feine Strickwaren fertigen lassen. Die Rohwolle ist nicht so fettig wie die von Schafen, und sie verbreitet auch nicht den schafstypischen strengen Geruch.


Hunde und Katzen sind die häufigsten Vertreter der Heimtiere

Aber auch Exoten wie Skorpione, Giftschlangen, Riesenschlangen gehören zur Kategorie Heimtier, entsprechen aber mehr dem Geschmack einzelner Tierhalter und finden in der breiten Öffentlichkeit weniger Anklang. Ähnliches gilt für einige Nager, deren Akzeptanz sich meist auf Hamster und Meerschweinchen beschränkt und oft spätestens bei Maus oder Ratte endet.



Die Geschichte der Haustierhaltung beginnt schon vor etwa 10.000 Jahren, als zunächst wenige Arten wie Auerochse, Wildschwein und der Wolf dem Menschen in domestizierter Form nützlich wurden, sei es als Nahrungsquelle, Rohstofflieferant oder zum Schutz vor anderen Tieren und sonstigen Gefahren. Das wohl älteste bekannte Heimtier ist die Katze, die es im alten Ägypten sogar bis zum Status einer Gottheit schaffte.

Wildtiere werden ebenfalls seit längerer Zeit in menschlicher Obhut gehalten, spielen aber aufgrund schwieriger Haltungsvoraussetzungen eine eher untergeordnete Rolle. Die Haltung von Wildtieren erfolgt meist aus Prestigegründen oder wie seit dem 18. Jahrhundert in Zoologischen Gärten zu wissenschaftlichen Zwecken. Sie sind der Volksbildung dienlich und tragen in hohem Masse zu einem intensiveren Naturverständnis in einer naturfernen Gesellschaft bei.



Reptilien gelten als einfach zu haltende Haustiere. Das täuscht ! Gerade bei vielen Reptilienarten ist es oft schwierig, gute Haltungsbedingungen zu bieten. Die Tiere artikulieren sich kaum, das Verhalten ist nicht einfach zu interpretieren, und zumeist kommen sie ursprünglich aus Ländern, die sich schon klimatisch von unseren Wohnzimmern unterscheiden.

Wichtig ist daher eine umfassende Information vor dem Kauf von Reptilien. Selbst Schildkröten sind, entgegen der weit verbreiteten Meinung, auf sehr individuelle Lebensbedingungen angewiesen. Auskünfte zur artgerechten Haltung finden sich in Foren, beim Tierarzt und im Zoo. Auch der Händler sollte sein Fachwissen weitergeben können.



Im Idealfall erwirbt man gute Kenntnisse in einer Aufzuchtstation, wie hier auf den Bildern aus Südfrankreich. Im Département Pyrénées-Orientales liegt das Vallée des Tortues, ein kleiner gepflegter Tierpark in der Nähe von Sorède, der sich ausschliesslich um Schildkröten bemüht und diese erfolgreich aufzieht. Man erfährt viel wissenswertes über diese Exoten. Erklärungen werden auch in Deutsch gegeben.