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Handels- und insbesondere Produktionsbetriebe bedürfen einer organisierten Material- und Lagerwirtschaft. Der innerbetriebliche Materialfluss bedient sich dabei unterschiedlichster Tranport- und Fördermittel.

Die Material- und Lagerwirtschaft ist für die Disposition von Rohstoffen und Fertigwaren zuständig. Die Steuerung des innerbetrieblichen Warenflusses im Unternehmen erfolgt je nach Betriebsgrösse durch Lageristen in Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen oder auch durch rechnerunterstützte automatisierte Systeme mit Warenwirtschaftsprogrammen. Material- bzw. Lagerwirtschaft regelt den innerbetrieblichen Transport und die Lagerung der Güter.
Für den Transport kommen spezifische Fördersysteme zum Einsatz. Grundsätzlich zu unterscheiden sind horizontale und vertikale Förderungen.
Vertikalförderung erfolgt meist durch Hubvorrichtungen wie Stapler, Lastenaufzüge, hydraulische oder mechanische Hub- und Zugvorrichtungen. Zu den imposantesten Vertikalfördersystemen gehören Grossanlagen wie Schiffshebewerke oder Containerverladestationen. Letztere wiederum übernehmen auch die Funktion der Horizontalförderung. Mittel zur Beförderung in horizontaler Richtung fallen unter den Begriff der Flurfördergeräte. Hierbei unterscheidet man hauptsächlich zwischen gleislosen und gleisgebundenen Flurfördermitteln.
Gleisgebundene Flurfördermittel sind beispielsweise Triebfahrzeuge, Wagen, Sonderfahrzeuge oder Krane. Gleislose Flurfördermittel hingegen sind Handfahrgeräte wie der handliche Palettentransporter im Supermarkt, Stapelgeräte verschiedenster Grössen und unterschiedlichste Arten weiterer angetriebener Fahrgeräte.
Gabelstapler oder Hubstapler sind die geläufigsten motorgetriebenen Flurförderzeuge. Die mit eigenem Antrieb ausgerüstete Geräte dienen dem innerbetrieblichen Warenumschlag und Transport. Es gibt sie seit dem frühen 20. Jahrhundert.
Gabelstapler haben generell eine Hecklenkung. Sie ermöglicht einen sehr grossen Lenkeinschlag und ermöglichen damit einen geringen Wendekreis. In der Regel entspricht der Wendekreis etwa der Fahrzeuglänge. Gabelstapler sind mit drei oder vier Rädern ausgestattet. Bei dreirädriger Bauweise dient das hintere Einzelrad als Lenkung, bei den vierrädrigen sind die hinteren Räder meist durch eine starre Pendelachse verbunden.
Mit Rücksicht auf die Standsicherheit verzichten Stapler üblicherweise auf Fahrwerksfederungen. Bestenfalls kommen einfache Schwingungsdämpfer an der hinteren Pendelachse zum Einsatz. Für etwas Komfort sorgen spezielle Gabelstapler-Reifen sowie ein gefederter Fahrersitz.
Bei Gabelstaplern erfolgt die Bedienung durch Fuss- und Handhebel.
Die Hubeinheit besteht aus Hubmast und Gabelträger. Der Gabelträger trägt meist zwei in ihrem Abstand verstellbare Zinken, die üblicherweise mittels einer Hydraulik vertikal bewegbar sind. Diese Zinken werden auch als Gabel bezeichnet.
Gabelstapler sind mit eigenem Antrieb mittels eines Verbrennungs- oder Elektromotors ausgestattet. Die Verbrennungsmotoren arbeiten mit Propan/Butan, Diesel oder Erdgas. Benzin ist unüblich.
Funktionen wie Kippen, Heben und oft auch das Lenken werden durch eine Hydraulik betrieben.
Die gebräuchlichsten Stapler sind auf Hublasten bis 8 Tonnen und Hubhöhen bis zu 6 m ausgelegt. Sonderfahrzeuge erreichen jedoch nahezu alle benötigten Werte.
Für den Ausseneinsatz dienen Geländestapler, auch Grossreifenstapler genannt. Wichtig ist hierbei die Geländegängigkeit, die durch hohe Bodenfreiheit, Niederdruckreifen von grossem Durchmesser und mit traktionsförderndem Grobprofil erreicht wird. Geländestapler finden sich auf Baustellen, in der Forstwirtschaft, in Bergwerken undüberall dort, wo grosse Lasten in unwegsamem Terrain bewegt werden sollen.